.... aus einem musikalischen Hause in Hamburg kommend (Vater war Orchestermusiker) fing es als Musikfan Ende der 50er Jahre an. Dann kam Anfang der 60er der Beat nach Hamburg mit den BEATLES, ROLLING STONES, TONY SHERIDAN, LITTLE RICHARD, CHUCK BERRY und vielen anderen Größen der "BEAT-ÄRA", und damit war es Wolle klar: Er mußte um Alles in der Welt R&B-Drummer werden !!!
Aus finanziellen Gründen lag Schlagzeugunterricht leider nicht drin. Also besorgte Wolle sich ein 10x7 cm großes Transistorradio, demontierte die Querstreben von zwei Hosenbügeln (er war schon immer praktisch veranlagt, und eine Hose hat man ja eh an), stellte dauerhaft den damals einzigen Sender mit englischer Beatmusik ein (Radio Luxemburg) und trommelte fast ein Jahr lang auf einem Kissen oder den Oberschenkeln herum (min. 3 Std. täglich). Dazu kam die Wohnortnähe zum "STAR CLUB" und "KAISERKELLER" in der Großen Freiheit und dem "TOP TEN" auf der Reeperbahn, die ihm zur zweiten Heimat wurden und in denen die bekanntesten und besten Beatgruppen der 60er Jahre gastierten. Das Taschengeld ging natürlich immer für den Eintritt drauf.
Nach Beginn der Lehrzeit mit einem "üppigen" Lehrlingssalär von 60.- DM/Monat (abzüglich 22.- DM für die Monatskarte) war endlich die Anschaffung des ersten Schlagzeuges für die astronomische Summe von 400.- DM möglich (natürlich auf Raten à 20.- DM im Musikhaus Tittmann).
Drei Gitarristen und ein Bassist waren alsbald gefunden, der Name: "ORIGINAL SAINTS" auch und ebenso ein Probenraum in einem Jugendfreizeitheim.
1961 kam der erste, öffentliche Auftritt in einer Kneipe namens "Goldener Stern" in Altona vor 25 zahlenden Gästen und einer Gage von ganzen 5.- DM pro Musiker.
Es ging dann mit der Band bis 1963 aufwärts bis zum 2. Platz bei einem Bandwettstreit von 38 Bands im "STAR CLUB" (Sieger waren die "Rattles").
Es kam dann 1963 bis 1965 der Wechsel zu zwei weiteren Bands (THE BIG THREE und THE SERGEANTS) mit neuen und z.T. Profi-Musikern. Hier erreichte Wolle bei Band-Contests zweimal den Titel "bester Beat-Schlagzeuger Hamburgs". Viele Touren im norddeutschen Raum und Auftritte im legendären "STAR CLUB" sorgten für einen relativ großen Bekanntheitsgrad der Bands, gut gefüllte Auftrittsbücher und vor allem viiiel Spaß und tolle Erlebnisse.
Bei einem Tourauftritt im Tanzpalast: "GEWERKSCHAFTSHAUS" in Eckernförde lernte Wolle dann 1964 seine Walli kennen und so sehr lieben, dass er seine musikalischen Ambitionen in Hamburg aufgab und Ende 1965 nach Eckernförde übersiedelte. Es wurde dann natürlich flugs mit Eckernförder Musikern die Beat-Gruppe "THE SECRETS" gegründet, mit häufigen Auftritten im damaligen "TIVOLI" - später "NADASCH" - und in Kiel ( Eichhof, Star-Palast).
Ab 1970 begann dann die große Weiterbildungs-, Berufs- und Kinderpause!
Das Ergebnis waren Meisterprüfung, Ingenieursdiplom, viele Dienstreisen ins Ausland, und vor allem aber zwei wohlgeratene Söhne.
Der Ältere (Mirko) ist mittlerweile ein bekannter und gefragter Studiobassist, Komponist und Musikproduzent (z.B. Die Ärzte, FURT, Filmmusik für mehrere Till Schweiger-Filme: "KEINOHRHASEN, ZWEIOHRKÜKEN" u.v.a.). Der Jüngere (Sebastian) ist Politikwissenschaftler MA und arbeitet z.Zt. in Hamburg als persönlicher Referent und Redenschreiber für die Senatorin und 2. Bürgermeisterin Christa Goetsch.
Ein Kind für die Goldene Schallplatte und ein zweites für die Sicherung der Rente, wie es in der Familie heisst.
Da die Trommelei Wolle nie losgelassen hatte (zwei Sticks lagen immer neben dem Sofa) war zu Wallis Überraschung Anfang 1990 plötzlich wieder ein Schlagzeug im Haus und Wolle trommelte dann Dixieland-und New Orleans-Jazz, weil zu der Zeit "Rock-Opas" leider noch nicht angesagt waren.
"ORIGINAL SEATOWN FEETWARMERS" , "JAZZTRAIN" und "NIGHT&DAY" hießen die von Wolle gegründeten Gruppen in der Folgezeit, und musikalisch ging der Weg vom Dixieland über Latinjazz bis hin zu Popsongs und Oldies.
Im Jahre 2000 entstand dann "BLUESFIRE", Anfangs als Trio mit Bass, Gitarre. und selbstgebautem elektr. Washboard (Prof. Washboard läßt grüssen), seit 2004 dann als Sextett mit Harp, Keyboard, 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug. Eine Menge toller Auftritte waren die Folge. (Wolle was back to his roots!).
Als ambitionierter Trommler hatte sich Wolle schon 2004 ein erstes Cajon als neue, musikalische Herausforderung zugelegt und Ende 2004 mit Tim und Achim die idealen Partner für "W.A.T." gefunden.
(WAT = Wolle & Achim & Tim). Mit W.A.T. gab es bisher mehr als 150 Auftritte vor begeistertem Publikum.
Als Organisator, Webmaster, Emailschreiber und Dauermitderbandundveranstalterntelefonierer versucht Wolle seit dem Veranstaltern klarzumachen, dass Norddeutschland und der Rest der Welt OHNE "W.A.T. is' BLUES"und "BLUESFIRE" kulturell eigentlich so nicht existieren kann, zumindest um vieles ärmer wäre......
Anzumerken wäre noch, dass Wolle, Walli und Sebastian bekennende SAAB-Fans sind:
( Wer es sich leisten kann, kauft sich KEIN Statussymbol...)
Zum Schluß: Neben seinen musikalischen Ambitionen versucht Wolle noch mit Freude und Engagement im Studienkreis Nachhilfe Rendsburg zweimal wöchentlich SchülerInnen für Mathematik zu begeistern...